Google+ wird Erwachsen

Meine ersten Eindrücke von Google+

Seit dem 28. Juni 2011 ist G+ in Deutschland online und macht gewaltig von sich reden. Stand Juli 2011 geht man von 10 Millionen Benutzern aus. Allerdings befindet sich das komplette Projekt ja auch noch in einer Beta Phase und man kommt nur durch eine persönliche Einladung in das Netzwerk. So viel schon mal zu den Facts, die man eigentlich auch überall sonst nachlesen kann.

Im Folgenden gehe ich etwas mehr auf die Unterschiede zu Facebook bzw. die Besonderheiten von G+ ein.

"Kreise"

Im Gegensatz zu Facebook macht G+ vorallem durch die Einteilung eurer Buddies in so genannte "Kreise" einen sehr guten Ersteindruck. Was man bei Facebook eigentlich immer allen virtuellen Freunden sagt und zeigt, muss man bei G+ immer explizit den einzelnen Kreisen zuordnen.

Etwas in der Art ist zwar auch bei Facebook möglich, aber bei G+ wesentlich einfacher realisiert und vor allem zwingend notwendig. Die Gefahr zu intime Details aus seinem Leben einer Personengruppe zu zeigen der man das eigentlich nicht zeigen will, ist damit wesentlich kleiner. Die einzige Gefahr sehe ich darin, dass man in gewissen Situationen die falschen Kreise markiert :-)

Automatischer Bilder-Upload über G+ App

Was mich zu Anfang etwas irritiert hat, ist die Tatsache, dass wenn man die Handy App von G+ installiert hat, per default alle mit dem Handy aufgenommenen Bilder zu G+ hochgeladen werden. Ich habe mich ohne dieses Wissen bei G+ eingeloggt und war sehr erstaunt, dass alle meine Bilder vom Handy bei G+ gelistet waren. Allerdings natürlich nur gelistet und NICHT gleich veröffentlicht. Das muss immernoch von Hand und unter Angabe der zu verwendenden Kreise passieren. Somit sehe ich eigentlich nur Vorteile darin, denn ich brauche nicht groß Bilder hin und her laden und habe diese sofort mit auf dem Rechner zur Verfügung.

Wer das nicht will, oder zum Beispiel über keine Daten-Flat verfügt, kann das Feature in den Einstellungen der G+ App deaktivieren bzw. nur dann automatisch durchführen lassen, wenn das Handy an ein WLAN oder Stromnetz angeschlossen ist.

Der Nearby-Stream

Faszinierend finde ich einen besonderen Teil der G+ App: Den Nearby-Stream. Dabei werden öffentliche Posts, also Posts die explizit vom Autor als "public" gekennzeichnet wurden, bezogen auf euren momentanen Standort angezeigt. Das bedeutet, ihr könnt lesen, was Leute in eurer direkten Umgebung geschrieben haben und das eben auch bei Leuten die Ihr möglicherweise überhaupt nicht kennt, die also auch in keinem eurer Kreise sind.

Leider habe ich das jetzt persönlich noch nicht ausprobiert aber dieses Feature kann meiner Meinung nach eine super spannende Geschichte werden und hat sowohl für Privatpersonen als auch für Firmen ein enormes Potential.

Fazit

Alles in allem bin ich begeistert von G+ und seinen Features. Für mich als Entwickler hat es einen großen Vorteil, dass ich mit meinem Google-Konto Zugriff auf so viele Features und Projekte erhalte. Aber das ist für die meisten warscheinlich kein Grund von Facebook zu G+ zu wechseln.

Die Funktionen von G+ bieten meiner Meinung nach einige Vorteile gegenüber Facebook, allerdings ist die Plattform optisch eine ziemliche Umstellung und vor allem die Chat-Funktion ist wesentlich weniger präsent als bei Facebook. Mich persönlich stört das aber nicht.

Also kann ich eigentlich allen nur empfehlen mal bei G+ vorbeizuschauen und wenn ihr noch keine Einladung habt: Einfach mal bei mir danach fragen!

Neue Erkenntnis

I have moved - So k�nnte der Facebook Overkill aussehen!

Tja, wer weiß, vielleicht sieht so bald Facebook aus. Ich selber habe mich zu dem Schritt noch nicht entschlossen ^^

 

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